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Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Gütersloh
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Brustkrebs

Mit freundlicher Erlaubnis der dkfz

Brustkrebs ist mit jährlich 70.000 Neuerkrankungen die häufigste Krebserkrankung bei Frauen, etwa 17.000 der insgesamt an Brustkrebs erkrankten Frauen sterben daran. Bei Männern tritt Brustkrebs nur sehr selten auf.

Nur etwa ein Viertel der Tumore in der Brust sind bösartig, drei Viertel sind gutartig oder sind als Vorstufen einer möglichen Krebserkrankung einzuordnen und können bei frühzeitiger Erkennung mit einem operativen Eingriff entfernt und in der Regel dadurch geheilt werden. Über 81 % der Patientinnen sind 5 Jahre nach der behandelten Brustkrebserkrankung noch am Leben. 30 Prozent der betroffenen Frauen sind bei der Erkrankung unter 55 Jahre alt.

Fortschritte in der Therapie sorgen trotz steigender Erkrankungszahlen für deutlich bessere Überlebenschancen. Ob auch das Mammographie-Screening die Sterblichkeit an Brustkrebs aufgrund früherer Diagnosemöglichkeiten verringert hat, lässt sich noch nicht zuverlässig beurteilen, heißt es aus dem renommierten Robert-Koch-Institut.

Ob und welche Früherkennungsmaßnahmen eine Frau für sich in Anspruch nehmen möchte, liegt in ihrer eigenen Entscheidung und hängt auch von ihren persönlichen Risikofaktoren (u. a. familiären Vorerkrankungen) ab. Es gibt folgende Möglichkeiten:

Früherkennung ist möglich

  • Selbstuntersuchung der Brust und der Achselhöhlen
    wird von den Frauenärzten empfohlen und angeleitet
  • Selbstbeobachtung – achten Sie auf folgende Auffälligkeiten:
    • ob sich eine Brust in Form oder Größe verändert
    • ob ein Knoten in Brust oder Achselhöhle tastbar ist
    • ob die Brustwarze oder ein anderer Teil der Brusthaut sich nach innen zieht
    • ob die Brusthaut sich rötet oder schuppt und nicht verheilt oder
    • eine Brustwarze klare oder blutige Flüssigkeit absondert

Es ist wichtig, festgestellte Auffälligkeiten zeitnah frauenärztlich untersuchen zu lassen.

  • Siehe Link zu vermeidbaren Risiken

Vorsorgeuntersuchungen der Krankenkassen

  • Tastuntersuchung der Brust und der Achselhöhlen durch den Frauenarzt ab 30 Jahre und Anleitung zur Selbstuntersuchung
  • Mammographie (Röntgenuntersuchung der Brust) 
    • als Screeningverfahren alle 2 Jahre im Alter von 50 - 69 Jahren. Jede Frau erhält automatisch ein Aufforderungsscheiben und entscheidet selbst über die Teilnahme.
    • bei erhöhtem Risiko, z. B. familiären Vorbelastungen, werden die Kosten bereits vor dem 50. Lebensjahr von den Kassen übernommen.

    Aus folgenden Gründen sollten die Vor- und Nachteile der Mammographie gut abgewogen werden:

    • Nicht alle Brustkrebserkrankungen können durch die Mammographie erkannt werden.
    • Röntgenstrahlen können gesundheitsschädigend sein.
    • Bei Frauen mit dichtem Brustgewebe (das sind ca. 40 - 50 %) können deutlich seltener Tumore erkannt werden. Diese Frauen werden häufig nicht darüber informiert , dass eine ergänzende Ultraschalluntersuchung die Sicherheit erhöhen kann. Informieren Sie sich hierzu unter folgenden Links: Allianz gegen Brustkrebs und Berichterstattung frontal 21.
    • Bei vielen Frauen werden Auffälligkeiten sichtbar, die sich später als harmlos herausstellen (siehe auch Überdiagnosen).

Weitere Vorsorgeuntersuchungen

Die Kosten sind – wenn keine entsprechende Indikation vorliegt – selbst zu tragen

  • Ultraschalluntersuchung (Sonographie)
    Wichtige Ergänzung der Mammographie bei dichtem Brustgewebe, kann die Mammographie aber nicht ersetzen. Die Kosten werden in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen.
  • Magnetresonanztomografie (MRT)
    Sicherste, aber auch teuerste Untersuchungsmethode. Es können Vorstufen und Krebsarten erkannt werden, die bei anderen Verfahren nicht entdeckt werden. Die Kosten werden i. d. R. nur bei entsprechenden Indikationen von den Kassen übernommen.
  • Entnahme einer Gewebeprobe zur Abklärung von konkreten Verdachtsfällen

Brustkrebs ist heilbar

Brustkrebs ist heute aufgrund der verschiedenen Früherkennungsmöglichkeiten bei etwa 86 % der Frauen heilbar.

Risiko Überdiagnose

Die Krebsfrüherkennung kann jedoch mit einem unerwünschten Nebeneffekt verbunden sein, den sogenannten Überdiagnosen. 

Überdiagnosen sind diagnostizierte Tumore, die ohne Früherkennung zu Lebzeiten nicht auffällig und behandelt geworden wären und die Frau in diesem Fall nicht an Brustkrebs verstorben wäre.

Hauptsächlich handelt es sich bei Überdiagnosen um Krebsvorstufen, insbesondere in Form von Mikroverkalkungen, die durch Röntgen gut sichtbar gemacht werden können. 

Rund 20 % der entdeckten Tumore sind Krebsvorstufen. 

Ob und wann sich aus der Vorstufe eine lebensgefährliche Krebserkrankung entwickelt, kann nicht vorausgesagt werden. Deshalb sehen die Leitlinien vor, dass auch Krebsvorstufen operativ entfernt werden.

Es ist wichtig, dass sich jede Frau umfassend über Chancen und Risiken der verschiedenen Früherkennungs- und Behandlungsmethoden informiert.

Weitere Informationen

Nachfolgende Links führen Sie zu objektiven Informationen zum Thema Brustkrebs. Beachten Sie, dass im Internet viele weitere Informationen gibt, die zum Teil von wirtschaftlichen Interessen geleitet sind.  (Tipp: Schauen Sie ins Impressum und hinterfragen Sie, wie Seiten oder Studien finanziert werden).

Die Informationen und Verlinkungen dienen Ihrer Information und ersetzen keine ärztliche Beratung.

Weiterführende Links

  • 1. Quelle: Gesundheitsinformation.de

    Mit der Veröffentlichung der Webseite erfüllt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) einen Teil seines gesetzlichen Auftrages zur Aufklärung der Öffentlichkeit in gesundheitlichen Fragen.
  • 2. Quelle: Deutsches Krebsinformationszentrum (DKFZ)

    Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums ist in Deutschland der Ansprechpartner für alle Fragen zum Thema Krebs. Er bietet verständliche und wissenschaftlich fundierte Information zum gesamten Spektrum der Onkologie.
  • 3. Quelle: Allianz gegen Brustkrebs

    In der "Allianz vor Ort" finden Sie in elf Städten erfahrene Ansprechpartnerinnen, die über langjährige Erfahrung in der Selbsthilfe und Patientenberatung verfügen und Ihnen gern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Natürlich kostenfrei und wenn Sie es wünschen, auch anonym.
  • „Unerkannter Brustkrebs“

    Ausführlicher Bericht des ZDF-Magazins „frontal 21“
  • "Vermeidbare Risikofaktoren für Brustkrebs identifiziert"

    Ausführlicher Bericht auf der Webseite des DKFZ (Deutsches Krebsforschungszentrum)

Persönliche Beratung - Wissen hilft, Angst zu überwinden.

Kontakt zum Krebsinformationsdienst KID

Webseite: https://www.krebsinformationsdienst.de/kontakt.php
Telefon: 0800 420 30 40 oder
E-Mail: krebstinformationsdienst@dkfz.de

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